Gratis Öffis an Freitagen: KPÖ PLUS für langfristige Maßnahmen statt Effekthascherei

30. März 2022

„Ich bin der erste, der gratis Öffis begrüßt, und erfreut, dass die Landesregierung sich ein Stück weit bewegt. Aber statt Effekthascherei an dreizehn Freitagen braucht langfristige Maßnahmen für die ganze Woche, um den öffentlichen Verkehr für alle leistbar zu machen. Dazu gehört ein ermäßigtes Ticket für Menschen mit niedrigen Einkommen“, sagt Dankl. Er tritt für eine reduzierte Sozial-Monatskarte für alle Salzburger unter der offiziellen Armutsgefährdungsgrenze von 1.300 Euro netto ein. In Linz gibt es einen solchen „Aktivpass“, der eine Öffis-Monatskarte um 16 Euro mit Ermäßigungen für Freibäder, Kultur- und Sporteinrichtungen verbindet.

„Wer im Monat mit 1.300 Euro auskommen muss und die Hälfte für das Wohnen zahlt, für den sind 59 Euro für eine Monatskarte eine schwere Belastung. Das betrifft Beschäftigte in Branchen wie dem Handel oder der Gastronomie ebenso wie alle, die auf Arbeitssuche sind oder auf Sozialunterstützung angewiesen sind“, sagt Dankl.

„Ein Sozialticket hätte die Zielgruppengenauigkeit, die die ÖVP immer einfordert, wenn sie Vorschläge ablehnt“, sagt Dankl. Erst am vergangenen Mittwoch hat Dankl im Gemeinderat der Stadt Salzburg einen Antrag für gratis Öffis eingebracht. ÖVP-Bürgermeister Preuner lehnte das gegenüber Medien ab, mit dem Hinweis, Entlastungsmaßnahmen müssten treffsicher sein. Eine Petition für ein solches Sozial-Ticket hat in der Stadt Salzburg bereits mehrere hundert Unterschriften gesammelt. Hier kann man dafür unterschreiben: https://mobilpass.at/