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Lockdown: Sofort-Hilfe beim Wohnen – Delogierungsstopp und Hilfe für Wohnungslose

Lockdown: Sofort-Hilfe beim Wohnen – Delogierungsstopp und Hilfe für Wohnungslose

Was tun Salzburger, die ab Montag zuhause bleiben sollten, aber kein Zuhause haben? Derzeit gelten rund 1.800 Menschen in der Stadt Salzburg als wohnungslos. „Der Lockdown ist die Folge politischen Versagens. Umso wichtiger ist, dass die Politik jetzt auf niemanden vergisst, gerade beim Brennpunktthema teures Wohnen. Es braucht einen sofortigen Delogierungsstopp und ganztägige Notunterkünfte für wohnungslose Salzburg“, sagt Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS). Durch zahlreiche Stornierungen stehen tausende Hotel-Betten in der Stadt leer.

Bis Juni konnten Obdachlose in leeren Zimmer im Hotel „Wolfgang’s“ in Bahnhofsnähe wohnen. Die Caritas übernahm die Organisation, Stadt und Land die Finanzierung. Die Caritas und die Stadt befürworteten damals eine Verlängerung, der Grüne Landesrat Schellhorn lehnte ab. Dieses Projekt sollte wiederaufgenommen werden, fordert Dankl.

1.500 Wohnungslose in Salzburg
Laut dem Forum Wohnungslosenhilfe sind gelten 1.500 Menschen in Salzburg als wohnungslos. Sie haben kein eigenes Zuhause und müssen bei Verwandten oder Freunden auf der Couch übernachten. Betroffen sind alleinstehende Frauen und Männer ebenso wie Familien, bei denen das Geld nicht für Miete, Betriebs- und Energiekosten nicht mehr reicht. Über 100 Menschen in der Stadt Salzburg sind obdachlos und haben überhaupt kein Dach über den Kopf. Sie sind auf Notschlafstellen angewiesen. Dort kann man aber nur die Nachstunden verbringen.

Delogierungsstopp für Lockdown-Dauer
„Niemand soll während der Corona-Krise auf die Straße gesetzt werden. Das ist eine Frage des sozialen Gewissens, aber auch der Vernunft. Wer keine eigene Wohnung hat, ist auf Kontakte angewiesen – zum Übernachten, Kochen oder Handyaufladen. Diese Kontakte gilt es aber zu reduzieren“, sagt Dankl: „Es braucht einen sofortigen Delogierungsstopp wie im ersten Lockdown. Die schwarz-grüne Landesregierung hat die nötigen Kontakte zu Justizministerin Zadic und Kanzler Schallenberg, um Delogierungen schnell gesetzlich auszusetzen. Bei den Gemeinnützigen Wohnbauträgern können Stadt und Land direkt das Gespräch suchen.“