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Vorbild Freilassing: Kinder sollen im Sommer kostenlos in Salzburgs Schwimmbäder

Vorbild Freilassing: Kinder sollen im Sommer kostenlos in Salzburgs Schwimmbäder

In Freilassing dürfen Kinder und Jugendliche ab sofort kostenlos ins Freibad. Diesem Vorbild sollte auch die Stadt Salzburg folgen, fordert Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS). Er hat dazu bereits am 17. Mai einen Antrag an den Gemeinderat eingebracht: „Nach allem, was die Familien und Kinder nach über einem Jahr Corona durchgemacht haben, ist der freie Bäder-Eintritt ein kleines Dankeschön. Das freut die Kinder, ist gut für ihre Gesundheit und entlastet die Familien.“

„Dankeschön“ für Familien
„Kinder und Jugendliche über ein Jahr lang haben die Hauptlast der Pandemiebekämpfung getragen. Sie mussten daheimbleiben, auf Vereinssport verzichten und den Kontakt mit Freunden dramatisch einschränken“, sagt Dankl. Darunter haben jene Kinder und Jugendlichen am schwersten gelitten, die beengt in kleinen Wohnungen ohne Gärten oder privaten Pool leben müssen. Für sie sind die städtischen Freibäder besonders wichtig. Der kostenlose Bäder-Eintritt ist auch förderlich für die Bewegung und Gesundheit der Kinder und Jugendlichen nach einem Jahr vor den Bildschirmen.

Teuerste Einzelkarten in Salzburg
Die Stadt Salzburg ist im österreichweiten Vergleich das Schlusslicht bei den teuren Bäder-Eintritten für Kinder. Für eine Einzelkarte müssen Kinder drei Euro zahlen, während es in Linz 2,30 Euro und in Eisenstadt nur 2,40 Euro sind. In Wien baden Kinder bis 14 Jahre überhaupt gratis. „Für Salzburger Familien mit niedrigen Einkommen sind drei Euro für einen Nachmittag im Schwimmbad viel Geld. Wenn das Geld zur Monatsmitte gerade noch für den nächsten Einkauf reicht, haben die Kinder das Nachsehen“, sagt Dankl.

Warum Freilassing, aber nicht Salzburg?
Es gebe keine schlüssige Erklärung, warum ausgerechnet die Stadt Salzburg den Kindern und Jugendlichen den freien Bädereintritt verwehrt. „Wenn Freilassing die Kinder und Jugendlichen kostenfrei Baden lässt, warum nicht auch die Stadt Salzburg?“, sagt Dankl. Er drängt Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), der den freien Bäder-Eintritt für Kinder und Jugendliche am Wochenende noch ablehnte, das Anliegen sachlich zu prüfen: „Wenn in der letzten Schulwoche ein kostenloser Bäder-Eintritt für Kinder möglich ist, geht das auch in den acht Ferienwochen davor.“

„Mit etwas guten Willen ist der kostenfreie Bäder-Eintritt machbar. Es ist auch eine soziale Frage. Viele Familien können nach Corona-bedingten Einkommensverlusten keinen Urlaub am Meer machen“, sagt Dankl.