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Nach doppelten Frauenmord in Wals: Salzburg braucht ein Sofort-Gewaltschutzpaket

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„Der Doppelmord an zwei Frauen in Wals ist erschütternd. Die ansteigenden Frauenmorde sind auch ein Zeugnis politischen Versagens: Niemanden ist mit der leeren Ankündigungspolitik und den Pseudomaßnahmen der Regierung geholfen“, sagt Sabine Helmberger, Frauensprecherin von KPÖ PLUS Salzburg. Österreich ist das einzige EU-Land, in dem mehr Frauen als Männer unter den Mordopfern sind. Im Jahr 2020 waren 31 Frauen unter insgesamt 43 Ermordeten. Allein in den vier Monaten seit Jahresbeginn wurden heuer elf Frauen ermordet.

Frauenorganisationen stärken
Vor gerade einmal drei Jahren hat die damalige schwarz-blaue Bundesregierung die Budgets vieler Frauenorganisationen massiv gekürzt. Betroffen waren auch Organisationen, die teilweise seit den 1970ern feministische Arbeit leisteten. Im Juli 2018 berichtete Frauenring-Chefin Klaudia Frieben in Medien, dass Vereine aus Sorge vor Kürzungen keine öffentliche Kritik mehr an der Regierungspolitik üben würden.

Sofort-Gewaltschutzpaket
Auch bei der Neuausschreibung der Salzburger Frauenhäuser merkten Kritiker an, dass die Landesregierung damit bewährte und kritische Frauenorganisationen loswerden wolle. „Anstatt Frauenorganisationen mundtot zu machen, muss die Politik ihnen den Rücken stärken“, sagt Helmberger:

„Um die tödliche Gewalt an Frauen zu stoppen, braucht es ein sofortiges Gewaltschutz-Paket, das auch die Salzburger Stadt- und Landesregierung mittragen. Prävention und Schutz müssen Chef-Sache werden, der sich auch Bürgermeister Preuner und Landeshauptmann Haslauer annehmen.”