AktuellesPresse

Schwarz-Grüner Deal zum Dossenweg: Alter Wein in neuen Schläuchen

Dossenweg

KPÖ PLUS zum Dossenweg: Alter Wein in neuen Schläuchen

Die Stadt-ÖVP zementiert ihren Eigentums-Paternalismus mit Grünem Kopfnicken ein

Keine Zustimmung zum schwarz-grünen Antrag zum Dossenweg kam im Gemeinderat am Mittwochvormittag von der KPÖ PLUS.

Das Kernproblem der Salzburger Wohnungskrise sind die fehlenden Mietwohnungen. Während Linz 34% geförderte Mietwohnungen hat und in Wien sogar 60% der Menschen in Stadt- und Genossenschaftswohnungen leben, sind es in der Stadt Salzburg nur magere 22,5%. Trotzdem fallen beim Dossenweg wieder 25-27 geförderte Mietwohnungen weg. „Der Eigentums-Fetischismus der ÖVP geht völlig an den Möglichkeiten der Mehrheit der Salzburger vorbei. Wer 1.000 Euro Miete im Monat für eine 70-Quadratmeter-Wohnung zahlen muss, kann an eine teure Eigentumswohnung nicht einmal denken“, sagt Dankl: „Nachdem Baugruppen lange blockiert wurden, hat die ÖVP die Grüne Stadtpartei so weit gebracht, einem schlechten Kompromiss kopfnickend zuzustimmen.“

Verpasste Chance für soziale Durchmischung

Baugruppen können die soziale Durchmischung in einem Viertel verbessern. Ihre Mitglieder sind tendenziell Gutverdiener, höher gebildet und bereit sich zu engagieren. In Städten wie Wien werden Baugruppen gezielt Grundstücke in Stadtteilen mit weniger guten sozialen Durchmischung angeboten. In Salzburg hat man diese Chance leider verpasst. „Baugruppen können eine Nachbarschaft bereichern. Anstatt am Dossenweg bräuchte es die Baugruppe in einem weniger privilegierten Stadtteil“, sagt Gemeinderat Dankl.

Neue Wege: Wahlversprechen halten

„Dieser schlechte Kompromiss ist weder neu, noch ein Weg vorwärts. Besser wäre, die Regierungsparteien in Stadt und Land erinnern sich an ihre Wahlversprechen und stoppen die Zweckentfremdung von Wohnraum durch Leerstand, AirBnB und das Zweitwohnsitze-Unwesen“, sagt Dankl: „Der Schlüssel zum leistbaren Wohnen ist der öffentliche Wohnbau. Das ist eine Investition in die Zukunft der Stadt, die auch betriebswirtschaftlich sinnvoll ist.“  

Rückfragehinweis:

Mag. Kay-Michael Dankl

Gemeinderat

KPÖ PLUS

0650 30 78 660

salzburg@kpoe-plus.at