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KPÖ PLUS beantragt mobile Corona-Tests für Schranne, Europark & Co.

Wer in der Stadt Salzburg einen kostenfrei Corona-Test machen will, kann das derzeit nur im Messezentrum machen. Trotz Voranmeldung und schneller Abwicklung ist die Lage für viele Salzburger ungünstig. Mit der An- und Rückfahrt aus Stadtteilen wie Itzling, Gnigl oder Salzburg Süd muss man eine Stunde oder mehr einplanen. Zwischen Arbeit, Kinderbetreuung, Einkaufen und Hausarbeit ist das für viele eine Hürde.

Abhilfe könnte ein mobiles Test-Angebot schaffen, schlägt Gemeinderat Kay-Michael Dankl vor. „In Tübingen ist ein Corona-Testmobil auf Märkten und Plätzen unterwegs, um die kostenlosen Tests direkt zu den Menschen zu bringen. Das spart Zeit und Geld. Die Menschen haben ohnehin genug andere Sorgen“, sagt Dankl: „In Salzburg könnte ein Test-Bus je nach Wochentag z.B. beim Europark, beim Hauptbahnhof, in Salzburg Süd und donnerstags auf der Schranne sein.“ Einen entsprechenden Antrag wird Dankl morgen, Mittwoch, im Gemeinderat einbringen.

Praktische Test-Angebote gegen Corona-Müdigkeit
Niederschwellige Testmöglichkeiten sind eine sinnvolle Investition mit überschaubaren Kosten und großem Nutzen. Die Tagesinzidenz bezogen auf die Neu-Infizierten pro 100.000 Bewohner in letzten 7 Tage liegt laut AGES Dashboard in der Landeshauptstadt mit 160,6 um rund 60 Prozent über dem Bundesschnitt (105,8).

„Salzburg hat die schlechtesten Ansteckungszahlen. Gleichzeitig sind viele Menschen nach zehn Monaten Pandemie erschöpft und müde. Gerade wenn die Regeln weniger eingehalten werden, sind kostenfreie und niederschwellige Tests ein wichtiger Ausgleich. Statt Ermahnungen mit erhobenen Zeigefinger braucht es praktische Hilfestellungen“, sagt Dankl.

Tests für Friseurbesuch
Hinzu kommt, dass ab Montag Kunden für den Friseurbesuch und andere körpernahe Dienstleistungen einen negativen Test vorweisen müssen. Bei Apotheken und privaten Laborunternehmen fallen Kosten von 25 Euro und mehr pro Test an.

„Je mehr Steine man aus dem Weg räumt, um sich schnell und kostenlos testen zu lassen, desto besser ist es für die ganze Stadt. Nichts ist so teuer wie steigende Ansteckungszahlen und ein weiterer ermüdender Lockdown“, sagt Dankl. Die Bundesregierung ließ bei ihrer Pressekonferenz am Montag durchklingen, dass regionale Lockdowns ab einer Inzidenz von 200 denkbar seien. Das Land Salzburg liegt aktuell bei 172,8.