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Stromgeld-zurück: 2 von 3 Salzburger gingen leer aus

Nur rund 35% der anspruchsberechtigten Stromkunden haben von der Salzburg AG ihr Geld zurückbekommen – ein Armutszeugnis für die Firmenführung, wie Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS) kritisiert: „Zwei von drei Salzburgern haben ihr Geld nicht zurückbekommen, das ihnen zu Unrecht abgenommen wurde. Wären die Manager der Salzburg AG auch so zufrieden, wenn umgekehrt nur 35% der Salzburger die teuren Jahresrückzahlungen leisten?“

Bei rund 241.000 Anspruchsberechtigten und einer hypothetischen Summe von über 5 Millionen Euro heißt eine Rückzahlungsquote von nur 35%, dass rund 157.000 Salzburger keinen Cent bekommen haben. Für die Salzburg AG mag das ein gutes Geschäft sein, mit dem sie (bei durchschnittlich 25,5 Euro) über 3,2 Millionen Euro einbehält, aber gegenüber den Stromkunden ist das nicht fair. Dankl fordert, die einbehaltenen Mittel zweckzuwidmen um bei Stromabschaltungen bei sozialen Härtefällen zu helfen.

Bürokratische Hürden sind unsozial

Die Salzburg AG hätte das zu Unrecht verlangte Geld automatisch gutschreiben oder rücküberweisen können, sagt Dankl. Stattdessen mussten Stromkunden von sich aus einen Antrag stellen oder über eine eigene App eine Gutschrift beantragen. „Solche Hürden sind unsozial. Diejenigen, die das Geld am meisten brauchen, tun sich am schwersten, diese bürokratischen Hürden zu überwinden“, sagt Dankl: „Das trifft auch ältere Salzburger ohne Internet.“

KPÖ PLUS informierte 20.000 Haushalte

„Die Salzburg AG gehört als öffentliches Unternehmen allen Salzburgern. Es sollte dem Gemeinwohl dienen. Es ist sicher nicht im Sinne der Bevölkerung, wenn Stromkunden unnötige Hürden in den Weg gestellt werden“, sagt Dankl. Er informierte mit Ehrenamtlichen im Dezember rund 20.000 Haushalte in der Stadt Salzburg per Flugblatt. Der Schwerpunkt lag auf Wohnsiedlungen in den dichter besiedelten Stadtteilen. Die Online-Kampagne erreichte weitere 70.000 Kontakte in Salzburg.