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Leerstand: Wo bleibt Klambauers Wohnbaudatenbank?

tausende wohnungen stehen leer:
Wo bleibt Klambauers Wohnbaudatenbank?

Bereits im Juni 2018 versprach Landesrätin Klambauer den Salzburgern eine Wohnbaudatenbank. Diese soll sichtbar machen, wie viele Wohnungen im Bundesland ungenutzt sind und leerstehen. Auch Zweitwohnsitze sollen erfasst werden. Mittlerweile ist es still geworden um die Wohnbaudatenbank, wie Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS) moniert: „Ich wundere mich, dass Klambauer diese Zahlen nicht auf den Tisch legt. Sogar Salzburger mit durchschnittlichen Einkommen finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Wir müssen die tausenden leerstehenden Wohnungen endlich nutzen.“

Bis zu 10.000 leerstehende Wohnungen
Laut einer Studie des Salzburger Instituts für Raumplanung (SIR) von 2014 stehen rund 5.000 Wohnungen in der Landeshauptstadt leer. Am 5. Dezember 2019 sprach Landeshauptmann Wilfried Haslauer gegenüber den Salzburger Nachrichten sogar von 10.000 ungenutzten Wohnungen in der Stadt. „Städte wie Berlin und Barcelona reagieren auf das Problem, indem sie bei Leerstand und Spekulation gegensteuern. In Salzburg ist die Landesregierung nicht einmal gewillt, die Zahlen auf den Tisch zu legen“, bedauert Dankl. Berlin und Barcelona gehen mittlerweile gesetzlich gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum durch jahrelangen Leerstand vor. 

Daten noch immer im Dunkeln
Erstmals angekündigt wurde die Wohnbaudatenbank nach dem Amtsantritt von NEOS-Landesrätin Klambauer im Juni 2018. Im vergangenen Herbst hieß es, die Wohnbaudatenbank komme im März 2010. Mittlerweile ist es August und von der Wohnbaudatenbank ist nichts mehr zu hören. „Das ist eigenartig. Auf Bundesebene betonen die NEOS immer, wie wichtig ihnen Transparenz ist. Aber in Salzburg lässt uns ihre Landesrätin im Dunkeln warten“, sagt Dankl.