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Teure Mietstundungen: KPÖ PLUS beantragt städtischen Hilfsfonds für MieterInnen

Teure miet-stundungen: kpö plus beantragt städtischen hilfsfonds um mieter und mieterinnen zu entlasten

Bis Anfang Juli konnten Corona-Betroffene drei Monatsmieten stunden, wenn das Einkommen nicht mehr reichte. Ab jetzt haben Mieter bis Jahresende Zeit, um die gestundeten Mieten zurückzuzahlen – zusätzlich zur regulären Miete und vier Prozent Zinsen. Vielen, die durch Corona in Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit gerutscht sind, könnten diese Kosten über den Kopf wachsen. KPÖ PLUS-Gemeinderat Kay-Michael Dankl hat daher per Antrag an die Stadtregierung vorgeschlagen, einen Hilfsfonds einzurichten, um MieterInnen in Not bei der Rückzahlung der gestundeten Mieten zu unterstützen. 

MieterInnen entlasten
Wer jetzt zu wenig Geld zum Leben hatte, wird kaum die gestundeten Monatsmieten plus die normale Miete und die Zinsen zurückzahlen können. Das wären über 150% der üblichen Miete! Die dreimonatige Atempause war wichtig, aber jetzt trifft es viele umso härter. Hier braucht es dringend eine Entlastung für jene, die es ohnehin schwer haben.

Stadtregierung schwimmt in Geld
Die Mittel dafür seien vorhanden: Wie der Rechnungsabschluss 2019 zeigt, hat die Stadt im Vorjahr über 42 Millionen Euro Budgetüberschuss gemacht. „Die Stadtregierung schwimmt im Geld. Ein Teil davon muss auch bei den Mietern ankommen, die Jahr für Jahr unter steigenden Wohnkosten stöhnen müssen“, sagt Dankl. Bereits am Montag forderten die Arbeiterkammer und die Mieterschutzverband einen österreichweiten Hilfsfonds, um Mietern bei der Rückzahlung gestundeter Mieten unter die Arme zu greifen.

In der Stadt Salzburg herrscht besonderer Handlungsbedarf, weil die Menschen hier mehr von ihren Einkommen für das Wohnen zahlen müssen als sonst wo. MieterInnen müssen mittlerweile im Schnitt schon die Hälfte für Wohnen ausgeben.