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KPÖ PLUS: Regierung vergisst bei Tablets auf PflichtschülerInnen aus Familien mit wenig Geld

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12.000 Notebooks und Tablets will Bundesminister Heinz Faßmann bis Anfang Mai an Schülern verteilen, damit sie von zuhause aus am Unterricht teilnehmen können. Laut Faßmann können 6-7% der Schüler derzeit nicht erreicht werden. Die Geräte werden allerdings nur an Bundesschulen verteilt, also AHS-Ober- und Unterstufen, BMS und BHS.

Damit die Kinder an den Salzburger Landesschulen nicht auf der Strecke bleiben, fordert Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS), dass die Stadt Salzburg ebenfalls aktiv wird: “Die Kinder an Volksschulen, Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Je jünger die Kinder sind, desto schwer sind die Folgen, wenn sie monatelang nicht am Unterricht teilnehmen können.” Gerade Kinder von weniger wohlhabenden Eltern drohen damit große Nachteile.

Stadt muss sich um Tablets auch für PflichtschülerInnen kümmern
Von den 20.754 Schülern in der Stadt Salzburg (Stand 2018, Zahlen der Statistik Austria) besuchen 13.026 Pflichtschulen, inklusive der AHS-Unterstufe. Vom Laptop-Angebot der Regierung ausgeschlossen sind die 5.358 Kinder an Volksschulen, 2.537 Kinder an Neuen Mittelschulen, rund 400 Kinder an Sonderschulen und 166 an der Polytechnischen Schule.

“Wenn von diesen 8.500 Kindern sieben bis zehn Prozent keine Kontakt zum Lehrer haben, sind das 600 bis 850 Kinder allein in der Stadt. Solange die Kinder zuhause bleiben müssen, brauchen sie Unterstützung mit Laptop oder Tablet”, sagt Dankl: “Die Salzburger Stadtregierung muss einspringen. Es ist im Interesse aller, dass Kinder nicht vom Unterricht ausgeschlossen werden.”.