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Coronavirus: Delogierungen auch in Salzburg aussetzen!

Damit in Zeiten der Corona-Krise niemand auf der Straße landet, soll Salzburg dem Land Oberösterreich folgen und Delogierungen aussetzen

Wie die Oberösterreichischen Nachrichten von Samstag berichten, setzt das Land Oberösterreich alle Delogierungen aus. Gerichtlich angeordnete Delogierungen werden aufgrund der Coronavirus-Krise nicht mehr exekutiert. Wer keine Wohnung hat, muss bei Freunden, Verwandten oder stark frequentierten Notschlafstellen unterkommen. Das ist nicht nur für die Betroffenen verheerend, sondern angesichts der Ansteckungsgefahr ein Risiko für die Allgemeinheit. Daher sollte Salzburg nachziehen, schlägt Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS) vor: “Wohnen ist ein Grundbedürfnis. In dieser Krisenzeit sollte niemand auf der Straße landet. Daher braucht Salzburg einen Delogierungsstopp wie in Oberösterreich.”

Allein bei den Gemeinnützigen Wohnbauträgern werden jährlich 1.000 Räumungsklagen im Bundesland Salzburg eingebracht. In rund 60 Fällen verlieren die Menschen ihre Wohnung. Nach dem Vorbild Oberösterreichs kann die Salzburger Landesregierung das Gespräch mit den Wohnbauträgern suchen, um Delogierungen auszusetzen. Auch Delogierungen am privaten Wohnungsmarkt sollen befristet gestoppt werden. Für wohnungslose Menschen brauche es eine Sofort-Lösung, damit auch sie sich in sicheres Umfeld mit niedriger Ansteckungsgefahr begeben können.

Update: Sozialstadträtin Anja Hagenauer hat die Wohnbaugenossenschaften um einen solchen Delogierungsstopp gebeten. Außerdem wurde die Salzburg AG gebeten, alle Stromabschaltungen auszusetzen.