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Neues Paracelsus-Bad braucht leistbare Eintrittspreise!

Neues Paracelsus-Bad braucht leistbare Eintrittspreise!

“Ein schönes Bad, das alle Salzburger finanziert haben, sollten auch alle nutzen können. Leider schließen die teuren Eintrittspreise sehr viele aus”, sagt Kay-Michael Dankl, Gemeinderat von KPÖ PLUS zur Eröffnung des neuen Paracelsusbades. Der Einzeleintritt kostet mit 9 Euro das Doppelte gegenüber dem früheren Hallenbad. Nach einem Jahr steigt der Preis weiter. Ein Anstieg auf 10 Euro ist von der Stadtpolitik bereits beschlossen. Eine Familie mit zwei Kindern muss 25 Euro für den Eintritt zahlen. Da ist noch kein Busticket und keine Jause dabei. Ist das sozial? Bei den städtischen Bädern würde die gleiche Familie mit 11,30 Euro weniger als die Hälfte zahlen.

Soziale Nachbesserung gefordert

Die Salzburger haben 60 Millionen für den Bau des Bades bezahlt. Das sind 822 Euro pro Haushalt in der Stadt Salzburg. Umso wichtiger ist, dass alle Salzburger eine Chance haben, das Bad nicht nur von außen zu sehen. KPÖ PLUS schlägt eine soziale Nachbesserung bei den Eintrittspreisen vor. Es braucht leistbare Familien-Preise und einen sozialen Tarif für Salzburger mit niedrigen Einkommen.

Stadt des teuren Wohnens – und Badens?

Die Stadtregierung vergisst auf viele Salzburger, denen das Wasser mit den teuren Wohnkosten und jährlich steigenden Preisen jetzt schon bis zum Hals steht. Salzburg ist bereits die teuerste Stadt zum Wohnen. Muss sie auch noch die teuerste Stadt zum Baden werden?

Laut der Salzburger Armutskonferenz galt im Jahr 2018 jeder sechste Salzburger als armutsgefährdet. Bei Kindern und Jugendlichen ist es sogar jeder Fünfte. Wer im Monat mit 1.200 Euro auskommen muss und davon mehr als 800 Euro für Miete, Strom und Betriebskosten zahlt, werde sich das luxuriöse Paracelsusbad kaum leisten können.

Lücke beim Bäder-Angebot

Den Verweis der Stadtregierung auf ähnlich teure Preise bei Erlebnis- und Heilthermen in der Region können wir nicht gelten lassen. Hätte Salzburg, wie Linz, sechs günstige Hallenbäder in den Stadtteilen, dann gäbe es Alternativen zum teuren Paracelsusbad. So aber geht ein großer Teil der weniger betuchten Bevölkerung leer aus und kann im Winter gar nirgends baden. Wer als Stadtregierung für 60 Millionen Euro an öffentlichen Geldern ein teures Prestige-Bad baut, darf die Menschen mit weniger Geld nicht auf der Strecke lassen!