Dossenweg-Wohnprojekt: KPÖ kritisiert „Umfaller“ der SPÖ

Streichung von 25% Mietkauf-Wohnungen verschärft die Wohnungsnot in Salzburg

Am Donnerstag hat der Stadtsenat beschlossen, beim Wohnbauprojekt am Dossenweg in Gneis vom üblichen Verteilungsschlüssel für geförderte Wohnungen abzugehen. Die ÖVP setzte sich mit der Forderung durch, statt 25% Mietkauf-Wohnungen doch mehr Eigentumswohnungen vorzusehen. Entgegen ihrer bisherigen Kritik stimmte neben der FPÖ auch die SPÖ dem ÖVP-Antrag zu.

SPÖ-Auinger wirft Wahlversprechen über Bord

Es sei kein Geheimnis, dass die ÖVP auf Seiten der Immobilienunternehmen und Vermieter steht. Bei der SPÖ aber enttäuscht der plötzliche Kurswechsel. „Um die Wohnungsnot in Salzburg zu lösen, braucht es vor allem leistbare Mietwohnungen. Bernhard Auinger fällt für ein Butterbrot um und wirft seine Wahlversprechen für leistbares Wohnen über Bord“, kritisiert KPÖ PLUS-Gemeinderat Kay-Michael Dankl: „Die Leidtragenden sind jene Salzburger, die jetzt schon unter den teuren Mieten ächzen.“

Bei Mietkauf-Wohnungen zahlen die Bewohner die Miete, bekommen in den Jahren danach mehrmals die Möglichkeit, die Wohnung zu erwerben. Gerade für junge Wohnungssuchende und für Familien mit niedrigen Einkommen ist Mietkauf eine Chance, ein leistbare Wohnung zu finden und später zu kaufen. Laut dem Wohnungsamt der Stadt Salzburg werden Mietkauf-Wohnungen von anderen, weniger vermögenden Salzburgern nachgefragt als Eigentumswohnungen.

Leistbare Mietwohnungen haben Priorität

„Die meisten Salzburger hätten gerne eine Eigentumswohnung, kämpfen aber schon jetzt mit den teuren Mieten. Zuerst braucht es leistbare Mietwohnungen, um die ärgsten Folgen der Wohnungsnot abzufedern“, sagt KPÖ PLUS-Gemeinderat Kay-Michael Dankl. Bereits jetzt müssen Mieter und Mieterinnen in der Stadt Salzburg im Durchschnitt die Hälfte ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben.

Rückfragehinweis:
Kay-Michael Dankl
Gemeinderat
KPÖ PLUS Salzburg
0650/3078660
salzburg@kpoe-plus.at