KPÖ PLUS-Dankl: „Mut machen, statt Leute im zu Stich lassen“

Dankl mobilisiert in Salzburgs ärmsten Stadtteil für Veränderung und Wahlbeteiligung

Wer gut verdient, geht eher zur Wahl und beteiligt sich an der Politik. Das zeigt ein Vergleich der Wohlstandsverteilung mit der Wahlbeteiligung in Salzburg. Nur 34,3% gingen bei der letzten Gemeinderatswahl 2014 im einkommensschwachen Stadtteil Elisabeth-Vorstadt ins Wahllokal. Top bei der Wahlbeteiligung war der eher reiche Wahlbezirk Gneis-Leopoldskron-Morzg-Moos mit 52,3%. Insgesamt ging die Mehrheit bei einer Wahlbeteiligung von nur 49,7% nicht wählen.

Wahlaufruf in Elisabeth-Vorstadt

Daher mobilisiert KPÖ PLUS in den letzten 48 Stunden vor der Wahl im einkommensschwächsten Stadtteil Salzburgs mit zusätzlich 1.500 Hausbesuchen. „Solange die nicht mehr wählen gehen, die unter den hohen Wohnungspreisen am schlimmsten leiden, werden die großen Parteien sie noch weniger ernst nehmen“, sagt Kay-Michael Dankl, Spitzenkandidat von KPÖ PLUS.

Das Ziel von KPÖ PLUS sei, möglichst viele Menschen zum Wählen zu motivieren, damit auch die Stadtteile wie Lehen und die Elisabeth-Vorstadt, wo die Leute weniger zum Leben haben, für die anderen Parteien an Bedeutung gewinnen. „Es fehlt in Salzburg bisher eine starke Stimme im Gemeinderat, die das Schlüsselthema Wohnen auch nach der Wahl konsequent auf die Tagesordnung setzt“, so Dankl.

Fehlendes Vertrauen in die Politik

Die niedrige Wahlbeteiligung in den einkommensschwachen Bezirken erklärt Dankl mit dem fehlenden Vertrauen vieler Menschen in die Politik. „Wer am Ende des Monats aufs Geld schauen muss, hat oft schon die Hoffnung in die Parteien verloren“, sagt Dankl. Er will genau diesen Menschen Mut machen und zeigen, dass sich etwas verändern kann.

„Wir wollen Hoffnung machen, dass sich etwas ändern kann“, sagt Dankl und beschreibt als Ziel ist, falls KPÖ PLUS in den Gemeinderat einzieht: „Wir wollen eine verlässliche soziale Kraft sein, die dafür sorgt, dass Wohnen auch nach der Wahl Schlüsselthema bleibt.“ KPÖ PLUS fehlten letztes Mal 50 Stimmen für den Einzug in den Gemeinderat. Nun wollen die Aktivisten bis zum Schluss laufen, damit der Einzug in den Gemeinderat gelingt.