Leistbare Kultur und Bäder: KPÖ PLUS will Linzer “Aktivpass” für Salzburg

Angesichts der steigenden Armutszahlen für die Stadt Salzburg schlägt KPÖ PLUS jetzt einen “Aktivpass” nach dem Grazer und Linzer Modell vor. Mit dem Linzer Aktivpass ist der Eintritt in Bäder, Museen, Theater und Konzerten ermäßigt und eine Öffi-Monatskarte kostet nur 13 Euro. Anspruchsberechtigt sind alle über 18 mit Hauptwohnsitz in der Stadt und einem Einkommen bis 1.245 Euro. Das Grazer Modell beinhaltet zudem finanzielle Unterstützung für Schulsachen, eine Weihnachtsbeihilfe sowie Vergünstigungen bei Feriencamps.

Auch in Salzburg sieht Kay-Michael Dankl (KPÖ PLUS) Bedarf an einem solchen Aktivpass: “Während die Stadtregierungsparteien ums Neutor streiten und vor der Wahl viel versprechen, sieht ihre Bilanz der letzten Jahre leider bescheiden aus.“ Laut einer Caritas-Studie ist jede siebte Familie in Salzburg von Armut betroffen. Besonders die Wohnkosten machen ihnen zu schaffen. Im Durchschnitt geben Mieter die Hälfte ihres Einkommens für Wohnen aus, tendenz steigend, das sagt der Erschwinglichkeitsindex von Immobilienscout24. Derzeit sind laut Sozialbericht des Landes 5.171 Stadt-Salzburger auf die Mindestsicherung angewiesen und 1.639 Personen beziehen den Heizkostenzuschuss, das entspricht einem Anstieg von fünf bzw. 21 Prozent seit Beginn der letzten Legislaturperiode. Viele können es sich nicht mehr leisten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. “Es geht beispielsweise darum, ob Eltern mit ihren Kindern im Sommer überhaupt ins Schwimmbad gehen können”, sagt Dankl.

“Es ist wichtig, dass auch Menschen mit wenig Einkommen und gerade Kinder am Leben in Salzburg teilhaben können dafür braucht es unbürokratische Hilfe der Stadt”, betont Dankl. In Linz erfreut sich der Aktivpass großer Beliebtheit. Aktuell haben über 40.000 Linzer einen Aktivpass. In Salzburg wäre der Aktivpass eine Ergänzung zur privaten “Hunger-auf-Kultur”-Initiative, die nicht für Bäder gilt und den öffentlichen Verkehr sowie soziale Unterstützung außen vor lässt. “Für alle, denen immer weniger zum Leben bleibt, wäre der Aktivpass eine große Erleichterung”, sagt Dankl: “Was in Graz und Linz geht, ist auch in Salzburg möglich.” Dafür wolle sich KPÖ PLUS auch nach der Gemeinderatswahl am 10. März einsetzen. Bei der letzten Wahl fehlten nur 50 Stimmen für den Einzug.

Bildbeschreibung: Kay-Michael Dankl und Sabine Helmberger (KPÖ PLUS) wollen einen “Aktivpass” wie in Linz auch für Salzburg
Bildrechte: Kohlberger


Rückfragehinweis:
Kay-Michael Dankl
KPÖ PLUS Salzburg
0650/3078660
salzburg@kpoe-plus.at
https://kpoeplus-sbg.at/

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