Gratis Öffis für Salzburg – es geht!

KPÖ PLUS hält kostenlose Öffis für machbar und sinnvoll

Statt Wahlkampf-Gags wie die Neutor-Sperre brauche Salzburg vor allem leistbare öffentliche Verkehrsmittel. “Anstatt nur an die Altstadt zu denken, sollte die Stadt die Ticketpreise senken – und langfristig gratis Öffis einführen”, sagt Kay-Michael Dankl, Spitzenkandidat von KPÖ PLUS.

Verkehr als soziale Frage
Für viele Menschen mit kleinen Einkommen, die vor allem in den äußeren Stadtteilen wohnen, seien die teuren Ticketpreise unerschwinglich. “Wer im Monat mit 900 Euro auskommen muss, für den ist ein Monatsticket um 55 Euro eine schwere Belastung”, sagt Dankl. Hohe Ticketpreise würden in erster Linie junge und ältere Menschen treffen. Niedrigere Preise bedeuten hingegen mehr Möglichkeiten und mehr Selbstbestimmung. Außerdem seien gratis Öffis ein starker Anreiz, umzusteigen. “Wer die Verkehrsentlastung und den Klimaschutz ernst meint, muss die Öffis gratis machen”, sagt Dankl.

Luxemburg und Tallinn als Vorbilder
Internationale Vorbilder zeigen: Gratis Öffis sind machbar. In der estnischen Hauptstadt Tallinn sind gratis Öffis schon seit 2013 Wirklichkeit. Seit 2018 erwägt die deutsche Bundesregierung, in einigen Städten den kostenlosen Nahverkehr zu testen, um die Luftqualität zu verbessern. Luxemburg führt mit 1. März 2020 als erster Staat die allgemeine Freifahrt ein. In Österreich entflammte vor wenigen Wochen in Graz und Linz eine Debatte über gratis Öffis.

Nur ein Drittel der Gelder aus Ticketeinnahmen
Bereits jetzt stammen durchschnittlich nur ein Drittel der Gelder des öffentlichen Verkehrs aus den Ticketeinnahmen. Nach Vorstellung von KPÖ PLUS soll die Freifahrt zuerst für die Stadt-Salzburger kommen, bis die Umlandgemeinden und das Land Salzburg sich an der Finanzierung beteiligen. Die Stadt könne eine Nahverkehrsabgabe für Unternehmen nach Wiener Vorbild einführen, in der Höhe von 10 Euro monatlich pro Beschäftigte/n und 3 Euro pro Nächtigung. Bei rund 67.000 Beschäftigten und über drei Millionen Nächtigungen (2017) würde das allein rund 10 Mio. Euro jährlich bringen.

Gratis Öffis seien kein Allheilmittel, aber eine wichtige soziale Maßnahme und ein Anreiz zum Umsteigen. Derzeit seien KPÖ PLUS in Salzburg leider noch die einzigen, die für gratis Öffis eintreten. Obwohl alle Parteien vor jeder Wahl versprechen, das Verkehrschaos zu lösen, falle das Thema nach der Wahl unter den Tisch. “Es braucht eine soziale, kritische Stimme im Gemeinderat, damit das Thema leistbare Öffis nach der Wahl nicht untergeht”, sagt Dankl.


Bildunterschrift: KPÖ PLUS-Kandidat Kay-Michael Dankl tritt für gratis Öffis ein
Bildrechte: KPÖ PLUS Salzburg

Rückfragehinweis:
Kay-Michael Dankl
KPÖ PLUS Salzburg
0650/3078660
salzburg@kpoe-plus.at
https://kpoeplus-sbg.at/

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on whatsapp
WhatsApp