KPÖ PLUS: Keine Spekulation mit dem Wohnen!

Hotel-Bau auf Kosten von Wohnungen in der Fanny-von-Lehnert-Straße zeigt, wie schädlich die investoren-freundliche Politik der Stadtregierung ist 

Eine “investoren-freundliche Politik auf Kosten von leistbaren Wohnen” kritisiert KPÖ PLUS in der Stadt Salzburg. Aktuelles Beispiel sind die früheren ÖBB-Mietwohnungen in der Fanny-von-Lehnert-Straße 6 und 8, die nun durch einen Hotel-Neubau verdrängt werden. “Während SPÖ und Grüne im Wahlkampf leistbares Wohnen versprechen, sind sie für eine jahrelange investorenfreundliche Politik verantwortlich”, sagt Kay-Michael Dankl, Spitzenkandidat von KPÖ PLUS.

Hotel-Bau statt Mietwohnungen

Die zwei ehemaligen Mietshäuser in der Elisabeth-Vorstadt standen ab 2003 leer. 2009 besetzten AktivistInnen der KPÖ symbolisch die Gebäude und kritisierten, die Häuser würden aus Spekulationsgründen bewusst nicht saniert und unbewohnt gelassen. Tatsächlich wurden die Gebäude im selben Jahr an eine private Immobilienfirma verkauft. Damals wurde beteuert, die Fläche weiterhin für Wohnraum zu nutzen. Jetzt entsteht aber ein Hotel auf dem Boden der abgerissenen Wohnhäuser. Der Eigentümer ist die Haring & Partner Bauträger GmbH aus Wien.

Umwidmung von Padutsch/Schaden

Dass überraschend ein Hotel statt Wohnungen gebaut werden, wurde unter Planungsstadtrat Padutsch und Bürgermeister Schaden genehmigt. “Padutsch und Schaden haben bei der Umwidmung mitgespielt. So werden leistbare Mietwohnungen durch ein weiteres Hotel verdrängt”, kritisiert Dankl. Nirgends müssen Mieter so viel von ihrem Haushaltseinkommen für Wohnen ausgeben wie in Salzburg. Laut Zahlen von Immobilienscout24 von 2017 zahlen Mieter in der Stadt Salzburg 50% ihres Nettohaushaltseinkommens für Miete und Betriebskosten.

KPÖ PLUS fordert Schutz für Wohnraum “Wir schützen selbst unsere Wälder besser, als den Wohnraum der Menschen in unsere Stadt”, sagt Dankl. Er fordert, dass wenn Wohnungen aufgelassen werden, dafür doppelt so viele in gleichwertiger Lage als Kompensation geschaffen werden müssen. “Wie vor jeder Wahl versprechen alle Parteien leistbares Wohnen, lassen aber danach das Thema unter den Tisch fallen und geben den Immobilienlobbys nach”, sagt Dankl: “Damit sich das ändert, braucht es eine soziale, kritische Opposition im Gemeinderat.”

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