AIRbnb-Wohnungsnotstand: Zeit füt Notwehr!

Nach der Veröffentlichung einer Uni-Studie ist es an der Zeit, Airbnb in der Stadt mit den teuersten Wohnkosten loszuwerden

Eine Studie von Geografen der Universität Salzburg zeigt, dass Airbnb bei weitem schädlichere Auswirkungen auf den Salzburger Wohnungsmarkt hat als bisher vermutet. Die Studie zeigt, dass 75 Prozent der Wohnungen auf Airbnb rein kommerziell vermietet werden. Ein Drittel des Marktes mit kurzfristigen Vermietungen von Wohnungen teilen sich nur fünf Prozent der Anbieter. Da die Studie andere Plattformen nicht erfasst, könnte die Zahl der in Salzburg touristisch vermieteten Wohnungen bei weit über 1.000 liegen. Hier fordert KPÖ PLUS, genauere Forschungsarbeiten in Auftrag zu geben um das Problem möglichst genau zu kennen und bekämpfen zu können.

Die Grundidee von Home-Sharing, private Wohnungen für kurze Zeit zu teilen, findet niemand schlecht. Aber Airbnb heute hat mit der Ursprungsidee nichts mehr zu tun. Heute wird viel Geld damit verdient, was die Wohnungspreise in die Höhe treibt. Das neue Nächtigungsabgabegesetz des Landes ist keine Lösung, sondern ein Freifahrtschein für Geschäftemacherei auf dem Rücken der Mieter. Die Ortstaxe ist zahnlos angesichts der enormen Profite, die in der Branche gemacht werden.

„In Anbetracht der Wohnungsnot ist es Zeit, zur Notwehr zu greifen und Airbnb aus der Stadt zu schmeißen“, sagt Kay-Michael Dankl, KPÖ PLUS-Spitzenkandidat. Dafür gibt es bereits internationale Vorbilder: Ibiza-Stadt hat 2018 als eine der ersten Städte beschlossen, Airbnb aus der Stadt zu verbannen um den Anstieg der Wohnkosten zu dämpfen. Zumindest erwartet sich KPÖ PLUS, dass die Salzburger Stadtregierung sich dem Thema widmet.